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Didaktologie

Didaktik ist eine Unterdisziplin der Pädagogik und wird von einigen als ihr Herzstück bezeichnet. Sie arbeitet mit den durch die ausgewählte Bildungstheorie selektierten Inhalten und Zielen, ist jedoch unabhängig davon auf mehrere Bildungstheorien anwendbar. Im Gegensatz dazu ist sie abhängig von der gewählten Lerntheorie, d.h. je nach dem, welche Ansicht man über den Prozess des Lernens vertritt, wird man die Wissenselemente derart auswählen, reduzieren und reihen dass sie den Prozess optimal unterstützen.


Nach Werner Jank und Hilbert Meyer, Didaktische Modelle, 1994 (S.16), befasst sich Didaktik mit der Frage, „wer was wann mit wem wo wie womit warum und wozu lernen soll“. Didaktik wird definiert als „Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens“. Diese Auffassung korrigiert die in der Lehrerausbildung weitverbreitete „Vulgärdefinition“ [Jank/Meyer, a. a. O.], der zufolge sich Didaktik nur um das Was kümmere, in Abgrenzung zur Methodik, die sich mit dem Wie des Unterrichtens befasst. Sachgerechter erscheint es, Methodik als eine Teildisziplin der Didaktik zu verstehen.


Didaktik soll in der Regel das aus den jeweiligen Fachwissenschaften herausfiltern, das von allgemeiner, existentieller Bedeutung für das Leben ist und daher als lehrnotwendig legitimiert gelten kann. (Wolfgang Hilligen 1991) Ein Missverständnis von Didaktik ist die so genannte „Abbilddidaktik“, nach der es nur darum gehe, die Ergebnisse der Fachwissenschaft auf welche Weise auch immer in die Köpfe der Lernenden zu transportieren.


Als ein didaktisches Modell bezeichnen Jank/Meyer nach Blankertz (1969) ein „auf Vollständigkeit zielendes Theoriegebäude zur Analyse und Planung didaktischen Handelns in schulischen und anderen Lehr– und Lernsituationen“ (Jank/Meyer, S. 17). Zunehmend an Bedeutung gewinnen didaktische „Konzepte“ (geringerer Reichweite), die sich auf die empirische Lehr–Lernforschung und die Forschung auf Didaktisches Design beziehen.


In den 1990er Jahren hat die internationale Diskussion vor allem der Ansatz der konstruktivistischen Didaktik geprägt. Einen interdisziplinären Ansatz liefert die Subjektive Didaktik von Edmund Kösel. Seit etwa 2000 gewinnt der Ansatz des pädagogischen Pragmatismus in der didaktischen Diskussion zunehmend an Bedeutung, der insbesondere beim Sprachenlernen von größter Bedeutung ist.


Als Grundannahme gilt der Befund, dass im Prozess der Wahrnehmung keine Realität abgebildet, sondern vielmehr eine relative und subjektive Wirklichkeit geschaffen (konstruiert) wird. Eine konstruktivistisch orientierte Didaktik geht in diesem Sinne von folgenden Annahmen aus: „Wissen kann nie als solches von einer Person zur anderen übermittelt werden. (…). Die einzige Art und Weise, in der ein Organismus Wissen erwerben kann, (besteht darin), es selbst aufzubauen oder für sich selbst zu konstruieren.(…) Die Tätigkeit des Lehrens (sollte) als ein Versuch angesehen werden (…), die Umwelt eines Lernenden so zu verändern, dass dieser möglichst jene kognitiven Strukturen aufbaut, die der Lehrer vermitteln möchte“ (Ernst von Glasersfeld 1987, 133). Im Gegensatz zu gängigen 'Eintrichterungstheorien' wird eine KD das Lernen als einen Prozess der Selbstorganisation von Wissen verstehen, das sich auf der Basis der Wirklichkeits– und Sinnkonstruktion jedes einzelnen Lernerindividuums vollzieht und damit relativ individuell und unvorhersagbar ist. Als Lehrer sollte man möglichst reichhaltige, multimodale, interessante und kommunikationsorientierte Umgebungen schaffen, welche die subjektiven Erfahrungsbereiche ansprechen und gleichzeitig neue 'Rätsel' beinhalten, die pragmatisch, interaktiv und kreativ zur Selbstorientierung einladen. Kooperation, Kommunikation und Interaktion dienen der Problemdefinition und Problemlösung, wobei der Bedeutungsaushandlung eine große Rolle zukommt. Stärker kulturtheoretisch ausgerichtet ist in der konstruktivistischen Didaktik der Ansatz von Kersten Reich, der auch ein weit verbreitetes Lehr– und Studienbuch zum Thema der konstruktivistischen Didaktik verfasst hat.


Sie können sich sicher sein, dass bei uns nur auf Grundlage neuester Theorien, die sich in der Praxis bewährt haben, unterricht wird. So erreichen Sie –völlig unbewusst und zielgenau– schnell Ihre Lernziele, da wir für Sie die jüngsten theoretisch–kognitiven Ansätze so "pragmatisiert" haben, dass Sie davon gar nichts mitbekommen; ähnlich einem Medikament, das –wie auch immer geartet wirkt– obwohl Sie nicht genau wissen, wie es denn eigentlich wirkt. Das ist das Geheimnis!

 

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